Antonia Riederer, Marie Ruprecht
& Aono Chiho, Gastkünstlerin

Kunstsalon: Marie Ruprecht & Antonia Riederer

Die bildenden Künstlerinnen und Kuratorinnen Antonia Riederer und Marie Ruprecht präsentieren im Rahmen ihres Ausstellungskonzeptes des räumlich flexiblen KUNSTSALONs seit 2017 regelmäßig eigene Arbeiten und Arbeiten geladener Gastkünstlerinnen, diesmal in den Räumen der Galerie DIE FORUM.

Die Natur braucht den Menschen nicht. Der Mensch aber braucht die Natur. Der Mensch ist der Natur nicht übergeordnet, er ist immer nur Teil der Natur und muss sich ihr unterordnen.

In der aktuellen Ausstellungsreihe des KUNSTSALONS bearbeiten drei Künstlerinnen dieses im Hinblick auf aktuelle Entwicklungen brisante Themenfeld.

Antonia RIEDERER / Marie RUPRECHT
Aono CHIHO – Gastkünstlerin

Eröffnung: Mittwoch, 8. April 2026, 19.00 Uhr
Begrüßung: Michael Sardelic, Vorstand DIE FORUM, Gemeinschaft Kunstschaffender
Laudatio: Sandra Eichinger, Kunsthistorikerin und Kuratorische Assistenz, Lentos Kunstmuseum

Die Künstlerinnen sind zusätzlich anwesend am:
Donnerstag, 09.04.2026, 16.00–19.00 Uhr Antonia Riederer
Freitag, 10.04.2026, 16.00–19.00 Uhr Antonia Riederer
Samstag, 11.04.2026, 10.00–12.00 Uhr Marie Ruprecht
Freitag, 17.04.2026, 16.00–19.00 Uhr Antonia Riederer
Samstag, 25.04.2026, 10.00–12.00 Uhr Künstlerinnengespräch
Samstag, 02.05.2026, 10.00–12.00 Uhr Marie Ruprecht

Ausstellungsdauer: 09.04.–02.05.2026

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Eine Ausstellungsreihe des KUNSTSALONS von 2024 bis 2026

Die Prämisse, dass die Natur den Menschen nicht benötigt, während der Mensch fundamental auf die Natur angewiesen ist, bildet den theoretischen Kern der Ausstellungsreihe des KUNSTSALONS. In einer Zeit, die durch das Anthropozän geprägt ist, in der menschliche Aktivitäten die geologischen und ökologischen Systeme der Erde maßgeblich beeinflussen, erweist sich diese Erkenntnis als dringlich relevant. Die Künstlerinnen ANTONIA RIEDERER (AT) – MARIE RUPRECHT (AT) & AONO CHIHO (JP/AT) nehmen sich dieser Thematik an, um eine kritische Reflexion über das Verhältnis von Mensch und Natur im Kontext aktueller gesellschaftlicher und ökologischer Herausforderungen anzustoßen.

Die Ausstellungsserie fungiert als Plattform für eine interdisziplinäre Auseinandersetzung mit der Rolle der Natur im zeitgenössischen Diskurs. Unter Bezugnahme auf ein Zitat Goethes – „Die Natur versteht gar keinen Spaß, sie ist immer wahr, immer ernst, immer strenge; sie hat immer Recht, und die Fehler und Irrtümer sind immer des Menschen“ – wird die vermeintliche Überordnung des Menschen über die Natur infrage gestellt. Stattdessen wird die Notwendigkeit einer ethischen und ökologischen Neuorientierung betont, die das menschliche Handeln als integralen Bestandteil eines komplexen, interdependenten Systems begreift.

Die Ausstellungen des KUNSTSALONS zielen darauf ab, ein Bewusstsein für die Fragilität, aber auch für die Resilienz der uns umgebenden Natur zu schaffen. Die anthropozentrische Weltsicht wird dabei hinterfragt. Sowohl wissenschaftliche Erkenntnisse als auch philosophische Überlegungen werden in den künstlerischen Prozess integriert, um eine vielschichtige Perspektive auf das Verhältnis von Mensch und Natur zu ermöglichen.

Der KUNSTSALON, gegründet 2017, etabliert einen dynamischen Kontext für zeitgenössische Kunst und Kultur, der durch die künstlerische und kuratorische Praxis von Marie Ruprecht und Antonia Riederer geprägt ist. Durch ein flexibles Ausstellungskonzept, das eigene und kuratierte Positionen vereint, bietet der KUNSTSALON eine Plattform für Künstlerinnen, Theoretikerinnen und Kunstexpertinnen. Durch die gezielte Einladung von Gastkünstlerinnen wird der transdisziplinäre Dialog gefördert. Das Format versteht sich als Impuls für eine wechselseitige Kooperation: Im Sinne eines aktiven Austauschs wird die Möglichkeit einer Gegeneinladung begrüßt, um künstlerische Positionen gemeinsam in neue Kontexte zu setzen. Der KUNSTSALON dekonstruiert das Konzept des „White Cube“ durch die bewusste Nutzung unterschiedlicher räumlicher Kontexte und fördert den Dialog zwischen Werk und Ort durch situative Raumnutzungen, wodurch die Ausstellungen eine spezifische Konnotation erhalten. 

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